Generalversammlung 2026
Gewerbeverein blickt auf erfolgreiche «GALA» zurück
Der Langenthaler Gewerbeverein hat an seiner Generalversammlung auf ein intensives Jahr zurückgeblickt. Mit der Gewerbeausstellung «GALA» erlebten die Gewerbler erst im vergangenen Monat ein rundum positives Highlight, welches zahlreiche Besucher nach Langenthal bewegte.
Der Jahresbericht von Präsident Michel Giesser war es, der im Rückblick diverse Höhepunkte und Herausforderungen des Gewerbevereins Langenthal aus den vergangenen 12 Monaten zutage brachte. Da waren einerseits Anlässe wie die «Fürobebier», welche bei Veranstaltern und Mitgliedern immer mehr an Interesse gewinnen, oder auch das Neujahrsapéro, welches wie schon gewohnt gut besucht war. Da war aber auch die Absicht zur Fusion, welche die Mitglieder vom Gewerbeverein und von der Stadtvereinigung Langenthal im Jahr zuvor äusserten und erste Verhandlungen nach sich zogen. «Noch haben wir kein Masterplan», erklärte Michel Giesser, sei es doch nicht ganz einfach, die beiden Vereine mit ihren in vielen Jahren gewachsenen Strukturen zu vereinen, «mein Ziel ist es aber, im Jahr 2028 für eine Fusion bereit zu sein», äusserte sich der Gewerbevereinspräsident. Und da war andererseits auch noch der «Glatte Märit», der sich nach vielen erfolgreichen Jahren, zuletzt ein wenig zum Sorgenkind entwickelte. Nach einer Durchführung auf dem Porzi-Areal im Jahr 2024, strebte man die Rückkehr ins Stadtzentrum und somit aufs Markthallenareal an, welches dann wiederum neue Problematiken nach sich zog. Aufgrund hoher Kosten für Miete und Heizung, aber keiner Zunahme bei den Einnahmen, resultierte letztlich ein Minus in der Höhe von über 17'000 Franken, welches dann auch die Rechnung des Gewerbevereins belastete.
Vorerst kein «Glatte Märit» mehr
Das hat Konsequenzen: Immerhin im Jahr 2026 und wohl auch im 2027 wird es keinen «Glatte Märit» geben, der Vorstand des Gewerbevereins will sich Zeit nehmen, um die Situation zu analysieren und mögliche Lösungen zu prüfen. «Für Tod erklären wollen wir den Event damit nicht», versprach Michel Giesser zwar, neue Lösungen um das Format aufzupeppen scheinen aber zugleich dringend nötig, damit eine Rückkehr ins Veranstaltungsprogramm möglich werden könnte.
Wesentlich positiver zeigte sich dann aber der Rückblick auf die erst im vergangenen Mai erfolgte Gewerbeausstellung «GALA», welche während vier Tagen im Markthallenareal für Begeisterung bei Ausstellern und Besuchern sorgte. Giesser lobte die Aussteller für ihre Ideen und bedankte sich bei den zahlreichen Besuchern, die in gewissen Momenten für mächtig grossen Andrang sorgten. «Der Event war ein rundum positives Highlight», resümierte er zufrieden.
Während die GALA im Jahr 2026 für ein positives Budget sorgen soll – dieses wurde später mit einem Plus von über 11'000 Franken einstimmig gutgeheissen – hat der Glatte Märit in der Rechnung 2025 seine Spuren hinterlassen. Diese schloss mit einem Minus von knapp über 18'000 Franken, obwohl beispielsweise bei den Events weniger Aufwände entstanden, als eigentlich budgetiert waren. Das Eigenkapital reduziert sich dadurch zwar auf rund 133'500 Franken, dass sich dieses aber weiterhin deutlich positiv zeigt, dürfte auch dazu geführt haben, dass die Mitglieder die Rechnung von Salvatore Fasciana ohne Gegenstimme bestätigten.
Ehemalige Vorstände werden geehrt
Für den Kassenmeister des Vorstandes war es indes die letzte solche Präsentation, verabschiedete er sich doch nach 16 Jahren Vorstandsarbeit von seinem Amt. Gemeinsam mit seiner Unterstützerin, Tatiana Chabanenko, wurde Salvatore Fasciana von Michel Giesser geehrt und sein langjähriger Einsatz verdankt. Seine Position wird künftig von Daniel Jaggi, Mitarbeiter der BDO Langenthal, ausgefüllt, ihn hatten die anwesenden Mitglieder einstimmig neu in den Vorstand gewählt. Gewählt wurde indes auch Walter Ryser mit seiner Firma Textwerk Langenthal GmbH, er durfte nach 12-jähriger Vorstandsarbeit den Titel Freimitglied entgegennehmen. Als Abschluss beim Traktandum Wahlen wurde mit Christian Vogel von der Gfeller und Partner ein neuer Revisor anstelle von Markus Gfeller gewählt, zudem durften sich die Vorstandsmitglieder Simone Kessler, Corinne Ulmann und Nicola Belfanti über eine Wiederwahl für weitere zwei Jahre freuen.
125 Teilnehmer an der «GV»
Die Generalversammlung lebte in diesem Jahr aber nicht nur von Berichten und Zahlen, sondern auch vom Rahmenprogramm. Wie üblich gehört hier ein Apéro sowie ein feines Abendessen vom Restaurant Bären Langenthal dazu, zugleich durfte Patrick Freudiger einen kurzen Vortrag halten, um sich als Mitglied des Gewerbevereins für die nahenden Wahlen rund ums Langenthaler Stadtpräsidium zu präsentieren. Freudiger betonte, dass ihm das Gewerbe am Herzen liege und seiner Meinung nach dieses für Langenthal besonders wichtig sei und viel zum Bild Langenthals beitrage. Im weiteren sei ihm die Stadtentwicklung wichtig, kommentierte der Präsident des Hauseigentümerverbandes Bern, habe man hier doch zahlreiche Perlen, die brach liegen und aufpoliert werden können. Dafür würde er gerne seinen Beitrag leisten, erklärte der SVP-Politiker.
Der offizielle Teil der Generalversammlung 2026 ging damit ganz knapp über eine Stunde, ehe der Event wie üblich in einem geselligen Rahmen zum Netzwerk-Event transformiert wurde. Erst spätabends endete die «GV» letztlich, die immerhin 125 anwesende Mitglieder zählte und somit einmal mehr unterstrich, wie beliebt dieser Anlass bei Langenthals Unternehmern ist.